Wohnhausbrand fordert Großeinsatz in Osterburken

Brände Neckar-Odenwald-Kreis

Osterburken. Eine Viertelmillionen Euro Schaden entstand bei einem Wohnhausvollbrand in der Adelsheimer Straße am Montagabend (28.05.2018) gegen 21.00 Uhr in Osterburken. Entdeckt wurde dies durch einen aufmerksamen Nachbar. Die genaue Ursache? Weiterhin unklar. Feuerwehren aus nah und fern rückten mit einem Großaufgebot an Kräften und Fahrzeugen an. Eine massive Brandbekämpfung war die Folge. Sichtlich schockiert zeigte sich Osterburkens Bürgermeister Jürgen Galm, der den Einsatz von Beginn an begleitete.

Nachbar entdeckte Feuer am Wohnhaus – Alarmierungskette in Gang gesetzt

Ein Nachbar bemerkte wie Flammen aus dem Dachstuhl der Doppelhaushälfte schlugen und rief sofort über die 112 den Notruf an. Entsprechend der Alarm- und Ausrückeordnung »AAO« wurde die Gesamtfeuerwehr Osterburken mit den Ortswehren Schlierstadt, Bofsheim, Hemsbach sowie zur Überlandhilfe die Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Buchen zur Unterstützung alarmiert. Auf der Anfahrt zur Einsatzstelle war bereits eine starke Rauchentwicklung festzustellen.

Nach Eintreffen der ersten Wehren, konnte mit der Erkundung umgehend begonnen werden. Dabei stellte sich heraus, dass der Dachstuhl bereits durchgebrannt und auf der Rückseite ein offenes Feuer zu sehen war. Ebenfalls befand sich noch eine Person im Brandobjekt, die durch den Erkundungstrupp sofort aus dem Gebäude in Sicherheit gebracht werden konnte. Im weiteren Einsatzverlauf untersuchte man das Nachbargebäude nach weiteren Personen, was negativ verlief.

Nachdem die Ersterkundung abgeschlossen war, wurde die die Einsatzstelle mit mehreren Angriffstrupps bekämpft. Hierbei wurde durch den Innenangriff die Brandbekämpfung, über den Außenangriff die Riegelstellung aufgebaut und ausgeführt. Über die Drehleiter der Feuerwehr Buchen, erfolgte eine massive Brandbekämpfung um den offenen Dachstuhlbrand unter Kontrolle zu bringen, was auch im weiteren Einsatzverlauf gelang. Ein Übergreifen der Flammen auf die derzeit leerstehend benachbarte Doppelhaushälfte konnte trotz aller Bemühungen nicht unterbunden werden.

Mehrere direkt angrenzende Wohnhäuser wurden aufgrund der starken Rauchentwicklung kurzfristig evakuiert. Die Bewohner kamen über die Dauer der Löscharbeiten im Vereinsheim eines örtlichen Faschingsvereins unter. Zeitweilen musste zum Schutz der Einsatzkräfte der Strom in der Adelsheimer Straße durch den Energieversorger NetzeBW abgeschaltet werden.

Als der Brand nach rund zwei Stunden unter Kontrolle gebracht werden konnte, wurden im nachfolgenden verschiedene Nachlöscharbeiten durchgeführt, die gegen Mitternacht das »Feuer schwarz« mit sich brachten.

Bürgermeister Jürgen Galm sichtlich geschockt

In einem Gespräch mit banews zeigte sich Osterburkens Bürgermeister Jürgen Galm sichtlich schockiert vom Ausmaß des Brandes. „Das keiner der Bewohner und Einsatzkräften verletzt wurde, zähle an erster Stelle. Auch wenn das Wohnhaus einen enormen Schaden erlitten hat; Materielles kann man ersetzten, Menschenleben nicht“, so Galm. Er dankte auch den Einsatz der Feuerwehrkräfte aus nah und fern, die unermüdlich versucht hatten, schlimmeres zu verhindern. „Wie es jetzt für die Bewohner weitergeht, wird sich in den kommenden Stunden und im Laufe des Dienstages zeigen. Als Ortspolizeibehörde stehen wir in so einem Fall, sofern sich kein direkter vorläufiger Unterschlupf findet, bereit“, so Galm abschließend.

Großeinsatz für die umliegenden Feuerwehren

Wie Peter Schmitt, Gesamtkommandant der Freiwilligen Feuerwehr Osterburken in einem ausführlichen Interview mitteilte, waren zur Brandbekämpfung die Freiwilligen Feuerwehren Osterburken mit all den dazugehörigen Ortswehren Schlierstadt, Bofsheim und Hemsbach; zur Überlandhilfe mit Drehleiter und Atemschutzträger Buchen, Adelsheim sowie deren Ortsteil Sennfeld mit insgesamt 60 Einsatzkräften und 12 Fahrzeugen im Einsatz. Das Deutsche-Rote-Kreuz unterstützte mit mehreren Ortsvereinen die Einsatzstelle. Neckar-Odenwalds Kreisbrandmeister Jörg Kirschenlohr sowie dessen stellvertretender Kreisbrandmeister Thomas Link waren ebenfalls vor Ort. Zwei Rettungswagen und ein Notarzt wurden vorsorglich bereitgehalten. Verletzt wurde am Ende glücklicherweise niemand.

Eine Viertelmillionen Euro Schaden – Brandursache unklar

Der entstandene Sachschaden wird auf rund 250.000 Euro angegeben. Was die Ursache des enormen Brandes ist, ist derzeit unklar. Hierzu liefen bereits während des Einsatzes die Brandermittlungen der Polizei an, die im Laufe des Dienstages fortgesetzt werden.


Fotos: René Engmann