33-jährige stirbt bei schwerem Verkehrsunfall auf der A3

Unterfranken Verkehrsunfälle

A3/Helmstadt. Ein tragischer Verkehrsunfall ereignete sich Sonntagnacht (27.05.2018) um 22.39 Uhr auf der A3 auf Höhe der Anschlussstelle Helmstadt in Fahrtrichtung Würzburg. Eine 33-jährige Frau verlor dabei ihr Leben. Drei weitere Personen, darunter ein Kind, wurden mit teils schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Die A3 musste für mehrere Stunden voll gesperrt werden. Mehrere Ersthelfer versuchten vergeblich das Leben der Unfallverursacherin zu Retten.

33-jährige verliert Kontrolle über PKW

Die genaue Unfallursache ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen. Was bisher durch Zeugenhinweise zweifelsfrei geklärt werden konnte, ist, dass die 33-jährige Fahrerin eines Opel-Corsa aus bislang ungeklärter Ursache auf Höhe der Anschlussstelle Helmstadt auf der mittleren Fahrspur die Kontrolle über ihren PKW verlor. Durch die hohe Geschwindigkeit schleuderte diese auf die linke Fahrspur, wobei das Fahrzeug in die danebenbefindliche Betonabgrenzung einschlug. Der Aufprall und die Fliehkräfte schleuderten den PKW noch einige Meter weit über die Fahrbahn. Schlussendlich kam der Opel-Corsa querstehend mit der Beifahrerseite auf der linken Fahrspur zum Stillstand. Eine 40-jährige VW-Caddy-Fahrerin konnte nicht mehr rechtzeitig ausweichen und fuhr frontal in die Beifahrerseite des querstehenden Opel. Die drei Insassen aus dem VW-Caddy, ein Ehepaar mit dessen Kind aus dem Landkreis Straubing-Bogen, wurden nach der medizinischen Erstversorgung vor Ort mit leichten bis mittelschweren Verletzungen vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht.

Ersthelfer versuchten Fahrerin wiederzubeleben – vergeblich

Unter den ersten Ersthelfern befand sich eine 4-köpfige Gruppe aus dem Ansbacher Landkreis die Privat unterwegs waren. Alle vier sind beruflich im Rettungsdienst tätig. Diese begannen sofort mit der Hilfe. Dabei kümmerten sich drei aus der Gruppe um die drei verletzen Fahrzeuginsassen des VW-Caddy und einer um die Unfallverursacherin des Opel. Trotz des schnelle Eingreifens, dem befreien aus dem völlig zerstörten Fahrzeug und sofortiger Wiederbelebungsversuche, verstarb die im Landkreis Offenbach wohnende 33-jährige noch an Ort und Stelle ihren schweren Verletzungen. Neben Polizei, Notarzt und Rettungsdienst waren auch die umliegenden freiwilligen Feuerwehren Waldbrunn, Helmstadt, Eisingen und Waldbüttelbrunn im Einsatz.

Mehr als 3 Stunden Vollsperrung – Stau blieb aus

Aufgrund der Unfallaufnahme, mit hinzuziehen eines Gutachters, der anschließenden Bergungs- und Reinigungsmaßnahmen musste die A3 mehr als 3 Stunden lang voll gesperrt werden. Die Ausleitung des Verkehres aus Richtung Frankfurt kommend, wurde 300 Meter hinter der Unfallstelle liegenden Anschlussstelle veranlasst. Trotz der langwierigen Vollsperrung kam es zu keiner Zeit zu einem Rückstau. Der Verkehr floss fließend die Umleitungsstrecke entlang. Die Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried übernahm die Ermittlungen zum Unfallhergang. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde ein Gutachter hinzugezogen. Der Gesamtsachschaden beziffert sich nach ersten Schätzungen auf rund 30.000 Euro.


Fotos: René Engmann