Bundeswehrhubschrauber mit Laserstrahl geblendet

Main-Tauber-Kreis

Bad Mergentheim. Mit einem Laserstrahl haben Unbekannte am Montagabend (14.05.2018) einen über Bad Mergentheim fliegenden Hubschrauber der Bundeswehr gefährdet. Zum Absturz oder einer Notlandung kam es nicht.

Während Trainingsflug geblendet

Als das Transporthubschrauberregiment 30 aus dem benachbart stationierten Niederstetten gegen 23.00 Uhr über dem Kurort Bad Mergentheim einen Trainingsflug absolvierte, wurden diese ohne jegliche Vorwarnung durch einen grünen Laserstrahl geblendet.

Zu dieser Zeit war der Hubschrauber mit drei Insassen besetzt. Zwei Besatzungsmitglieder wurden durch den Laserstrahl in die Augen getroffen. Glücklicherweise zogen sich diese keine Verletzungen und bleibende Sehschäden zu.

Bereich auf Dr.-Schier-Straße lokalisiert

Im Zuge der Ermittlung und Auswertung wurde das Bad Mergentheimer Gebiet »Arkau« genauer unter die Lupe genommen. Dabei konnte man den Bereich auf die Dr.-Schier-Straße eingrenzen, von dem aus der grüne Laserstrahl gegen den Hubschrauber gerichtet wurde. Wer hierfür verantwortlich ist, wird derzeit ermittelt.

Kein Kavaliersdelikt – Freiheitsstrafen bis zu 10 Jahren

Die Fälle, bei denen Piloten von Flugzeugen und Hubschraubern mit Laserpointern geblendet werden, gibt es in Deutschland immer wieder. Das dies kein Kavaliersdelikt ist und lebensgefährlich ist, nehmen viele der Täter billigend in Kauf. Wer »Gefährliche Eingriffe in den Bahn-, Schiffs- und Luftverkehr« ausübt, kann mit Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren Haft bestraft werden.

Zeugen gesucht

Nun sucht das Polizeirevier Bad Mergentheim nach Personen, die Bereich der Dr.-Schier-Straße verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Zeugen werden gebeten, sich beim Polizeirevier Bad Mergentheim unter der Telefonnummer 07931-5499-0 zu melden.


Foto: Bundeswehr – Carsten Vennemann