Großbrand in Helmstadter Altstadt – Über 150 Einsatzkräfte

Brände Unterfranken

Helmstadt. Zu einem Schaden im wohl sechsstelligen Bereich ist es bei einem Brand von zwei Scheunen in der Nacht zu Samstag in Helmstadt gekommen. Die starke Hitzeentwicklung führte bei zwei angrenzenden Wohnhäusern zu nicht unerheblichen Schäden. Wie es zu dem Brand kommen konnte, ist nun Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.

Unzählige Notrufe – auch von der Autobahn A3 meldeten sich Autofahrer

Bereits die ersten Mitteilungen gegen 01:30 Uhr in den Einsatzzentralen der integrierten Rettungsleitstelle und der Polizei ließen auf einen großen Brand schließen. Auch von der Autobahn A3 meldeten sich besorgte Autofahrer. Bereits beim Eintreffen von Feuerwehr und Polizei stand eine Scheune in der Würzburger Straße im Vollbrand.

Großbrand zerstört zwei Scheunen – zwei Wohnhäuser schwer beschädigt

Obwohl die Feuerwehren schnell vor Ort waren, konnte ein Übergreifen der Flammen auf eine zweite Scheune nicht verhindert werden und wurde ebenfalls ein Raub der Flammen. Bei zwei benachbarten Wohnhäusern führte die sehr starke Hitzeentwicklung zu erheblichen Schäden an der Fassade, den Fenstern und Rollläden. Die Bewohner konnten rechtzeitig ihre Häuser verlassen und erlitten keine Verletzungen. Ob und wann die 14 Bewohner wieder in ihre Häuser zurückkehren können wird von der Feuerwehr geprüft, vorläufig kamen sie bei Angehörigen und Verwandten unter.

12 verschiedene Feuerwehren im Einsatz – Über 150 Einsatzkräfte

Insbesondere die enge Bebauung im Altort von Helmstadt stellte die Feuerwehren vor eine besondere Herausforderung, um ein Übergreifen auf weitere Häuser zu verhindern. Die Löscharbeiten zogen sich noch bis in die Morgenstunden hin, an denen die Feuerwehren aus Helmstadt, Höchberg, Hettstadt, Eisingen, Mädelhofen, Neubrunn, Uettingen, Rottendorf, Holzkirchhausen, Marktheidenfeld, Berufsfeuerwehr Würzburg und die Staatliche Feuerwehrschule Würzburg beteiligt waren. Zusätzlich befanden sich der Kreisbrandrat Land-1 Michael Reitzenstein als Einsatzleiter, der Rettungsdienst mit einem Notarzt, zwei Rettungswagen und die Schnelleinsatzgruppe vor Ort. Insgesamt waren personell weit über 150 Kräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei im Einsatz.

Brandursache bisher unklar – mehrere hunderttausend Euro Schaden

Noch in der Nacht übernahm die Würzburger Kripo die weiteren Ermittlungen. Insbesondere die Klärung der Brandursache und die Höhe des Sachschadens sind derzeit Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen. Grob beläuft sich dieser im sechsstelligen Bereich.


Fotos: René Engmann