Schwerer Verkehrsunfall durch Aquaplaning auf der A81

Main-Tauber-Kreis Verkehrsunfälle

A81/Tauberbischofsheim. Am Montag, den 23.04.2018 gegen 17.45 Uhr ereignete sich ein schwerer Verkehrsunfall aufgrund Aquaplaning auf der A81 von Würzburg in Fahrtrichtung Heilbronn, zwischen den Anschlussstellen Tauberbischofsheim und Ahorn, rund 1,4 km vor der Muckbachtalbrücke auf Höhe Heckfeld.

Durch Aquaplaning Kontrolle verloren

Der 22-jährige Fahrer eines VW Golf verlor auf regennasser Fahrbahn infolge von Aquaplaning die Kontrolle über sein Fahrzeug und schleuderte gegen die Leitplanke. Danach kam der PKW auf dem linken Fahrstreifen zum Stehen. Der 22-jährige konnte noch unverletzt aus seinem Fahrzeug aussteigen und sich in Sicherheit bringen. Nur wenige Sekunden später kam es zu einem schweren Verkehrsunfall.

Porschefahrerin erkennt Situation zu spät – eingeklemmt

Eine nachfolgende Porschefahrerin erkannte den liegengebliebenen und noch nicht abgesicherten VW zu spät und prallte nahezu ungebremst in diesen hinein. Der VW wurde mehrere Meter weiter nach vorne geschleudert und schwer im Heckbereich beschädigt. Durch den enormen Aufprall wurde die Porschefahrerin in ihrem eigenen Fahrzeug schwerverletzt eingeklemmt und musste durch die Feuerwehr aus diesem geschnitten werden.

Keine Rettungsgasse

Für die Freiwillige Feuerwehr Tauberbischofsheim gestaltete sich die Anfahrt schwierig. Trotz eindeutiger Gesetzeslage gab es fast ausschließlich keine Rettungsgasse, was ein durchkommen sehr erschwert hatte und die Anfahrtszeit erhöhte. Das Deutsche-Rote-Kreuz war mit einem Rettungswagen und einem Notarztfahrzeug bereits vor Ort.

Über 2 Stunden Vollsperrung – kilometerlanger Rückstau

Für die ersten zweieinhalb Stunden blieb die Autobahn in Fahrtrichtung Heilbronn voll gesperrt. Der Verkehr staute sich bis zur Anschlussstelle Tauberbischofsheim auf über 6 km zurück. Zwischenzeitlich konnte der Standstreifen freigegeben werden, was ein ausleiten der in der Vollsperrung stehenden Verkehrsteilnehmer bedeutete.

Der entstandene Gesamtschaden beläuft sich auf über 75.000 Euro.


Fotos: René Engmann