Tödlicher Reisebusunfall auf der A3 – Massenanfall an Verletzten

Unterfranken Verkehrsunfälle

A3/Weibersbrunn. Am frühen Samstagmorgen um 00:12 Uhr wurde die Feuerwehr Waldaschaff mit der Feuerwehr Bessenbach und dem Kreisbrandinspektor Otto Hofmann zu einem Verkehrsunfall zwischen LKW und Bus auf die BAB 3 zwischen Bessenbach/Waldaschaff und Weibersbrunn alarmiert.

Nur wenigen Minuten nach der Alarmierung war Kreisbrandinspektor Hofmann bereits vor Ort und gab als Lagemeldung ab, dass zwei Personen im Bus massiv eingeklemmt sind. Sofort wurde das Alarmstichwort erhöht und weitere Einsatzkräfte, wie die Feuerwehr Weibersbrunn, Feuerwehr Großostheim und die Freiwillige Feuerwehr Markt Goldbach hinzualarmiert. Außerdem wurde ein Rettungshubschrauber dazu disponiert.

Gleichzeitig wurde mit dem Befreien des eingeklemmten Busfahrers und dessen Beifahrers begonnen – beide waren stark im Bein- und Bauch-Bereich eingeklemmt, konnten aber dennoch recht zügig befreit und dem Rettungsdienst übergeben werden. Zeitgleich kümmerten sich weitere Einsatzsanitäter zusammen mit dem Rettungsdienst um die Fahrgäste im Bus und evakuierten diese.

Insgesamt wurden hier 4 Personen schwer und 14 Personen leicht verletzt, diese wurden durch den Rettungsdienst in die umliegenden Krankenhäuser verbracht. Der Fahrer verstarb wenig später aufgrund seiner Verletzungen im Krankenhaus.

An der Einsatzstelle wurde ein Schnelleinsatzzelt aufgebaut, die Einsatzstelle ausgeleuchtet, auslaufende Betriebsstoffe gebunden, die Fahrbahn gereinigt und die Verkehrslenkung übernommen.

Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand war ein mit Glasscheiben beladener Sattelzug auf der vierspurigen A3 in Richtung Würzburg unterwegs. Im Bereich des sogenannten »Kauppenaufstiegs« fuhr das Gespann offenbar mit langsamer Geschwindigkeit auf der rechten Fahrspur. Der Fahrer eines nachfolgenden Reisebusses erkannte die Situation offenbar zu spät und fuhr auf den vorausfahrenden Lkw auf.

Die A3 war für rund zwei Stunden in beide Richtungen gesperrt. Anschließend wurde in Fahrtrichtung Würzburg die linke und in Richtung Frankfurt alle Fahrstreifen freigegeben. Erst am Einsatzende gegen 07.45 Uhr waren auch die restlichen Fahrstreifen wieder befahrbar.

Die Freiwillige Feuerwehr Waldaschaff war mit rund 35 Einsatzkräften, neun Fahrzeugen und drei Anhängern vor Ort.


Fotos: Freiwillige Feuerwehr Waldaschaff