BRK Bereitschaft Lohr rüstet sich gegen Gefahren durch Angriffe

Gastbeiträge

Lohr am Main. Die BRK Bereitschaft Lohr legte Mitte März 2018 während des Ausbildungslehrgangs das Hauptaugenmerk auf das Grundwissen der Selbstverteidigung.

Immer wieder berichten Medien von Angriffen auf Einsatzkräfte. Auch hat die Politik mit neuen Paragraphen im Strafgesetzbuch die Einsatzkräfte in Rettungsdienst und Katastrophenschutz unter einen besonderen Schutz gestellt und bestraft diejenigen, die bei der Arbeit an Hilfsbedürftigen behindern oder gar tätlich angreifen. Den Schaden aber nach einem Angriff jedoch kann erst einmal niemand nehmen. Daher ist es wichtig, dass sich die Einsatzkräfte einer Gefahr bewusstwerden und entsprechend Gegenmaßnahmen einleiten. Die Zahlen mit Angriffen steigen zwar, allerdings sind die Zahlen im Vergleich zu den mittlerweile hohen Einsatzzahlen zum Glück gering. Dennoch sollte jede Einsatzkraft in der Lage sein, sich selbst und seine Teamkollegen zu verteidigen.

 “Halt Stop, nicht weiter”

So trainierte ein Team von Hong Yong Kwan e.V. aus Heigenbrücken mit seinem Teamführer Dirk Stenger mit unseren Einsatzkräften das Fallbeispieltraining

Abwehren von Angriffen – zunächst durch klares und sicheres Auftreten und verbal, im späteren Verlauf aber auch mit Bewegungen und Schlägen, die den Angreifer von Einsatzkräften und Patienten fernhalten sollen. Ein kurzer rechtlicher Vortrag durch die Polizei zeigte unter anderem Rechte und Pflichten sowie die Verhältnismäßigkeit der Mittel auf.

Aus der Praxis für die Praxis

Dirk Stenger ist seit Jahren in der BRK Bereitschaft Lohr und ehrenamtlich im Rettungsdienst in Lohr tätig und kennt dadurch die eine oder andere brenzlige Situation bei Einsätzen.

Daher war es möglich, das Erlernte realitätsnah anhand von Fallbeispielen in Wohnung, Rettungswagen oder einer möglichen Einsatzstelle auf einem Volksfest zu trainieren. So konnten alle erlernen, wie schnell eine Situation bei unseren Einsätzen sowohl eskalieren als auch unter Kontrolle gebracht werden kann. Die Ausbildung soll künftig fester Bestandteil der Lohrer Ausbildung werden und in regelmäßigen Abständen wiederholt werden.


Foto: Sebastian Becker